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PFLEGE

Betreuungsassistenz nach §53c SGB XII + 45b

Neben dem in § 53c Abs. 3 SGB II verbindlich vorgesehenen Wissen, u. a. zum medizinischen und rechtlichen Bedingungsfeld, zur Ernährungslehre und allen Beschäftigungsformen für demenziell Erkrankte, stehen insbesondere berufssprachlich ausgerichtete Kommunikationsmodule auf dem Stundenplan.

In unserem Kurs Betreuungsassistenz können Sie in einem Zeitraum von 4 Wochen Theorie und zwei Wochen Praktikum in einer stationären Einrichtung die Qualifikation Betreuungsassistenz nach § 45b SGB XI (ambulant) bzw. 53c SGB XI (stationär) erlangen. Voraussetzung zur Teilnahme ist die Absolvierung eines mindestens einwöchigen Praktikums vor Beginn der Maßnahme.

Die Maßnahme wird von qualifizierten und erfahrenen Betreuern und Trainern begleitet. Ein umfangreiches Netzwerk an stationären und mobilen Einrichtungen steht für die Praktika und die Arbeitsaufnahmen zur Verfügung (ca. 300 Einrichtungen).

Die Absolventen können sowohl stationär in Vollzeit und Teilzeit, als auch mobil (bei mobilen Betreuungsdiensten) und als selbstständige Betreuer, arbeiten.

Der Bedarf an Betreuungsfachkräften ist mit dem Inkrafttreten des Pflegestärkungsgesetztes in der Region Bonn-Rhein-Sieg enorm gewachsen, weil nicht nur Menschen mit Demenz einen Anspruch auf Betreuungsleistungen haben, sondern alle stationären Heimbewohner.

Ablauf der Ausbildung:

Modul 1: Basiskurs Betreuungsassistenz in stationären Pflegeeinrichtungen

Umfang 2 Wochen

  • Grundkenntnisse der Kommunikation und Interaktion unter Berücksichtigung der besonderen Anforderungen an die Kommunikation und den Umgang mit Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen, mit Demenz, psychischen Erkrankungen oder geistigen Behinderungen
  • Grundkenntnisse über Demenzerkrankungen, psychische Erkrankungen, geistige Behinderungen sowie somatische Erkrankungen wie z.B. Diabetes und degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparats und deren Behandlungsmöglichkeiten
  • Grundkenntnisse der Pflege und Pflegedokumentation (Hilfen bei der Nahrungsaufnahme, Umgang mit Inkontinenz, Schmerzen und Wunden usw.) sowie der Hygieneanforderungen im Zusammenhang mit Betreuungstätigkeiten zur Beurteilung der wechselseitigen Abhängigkeiten von Pflege und Betreuung
  • Erste-Hilfe-Kurs, Verhalten beim Auftreten eines Notfalls.

Modul 2: Betreuungspraktikum in einer stationären Pflegeeinrichtung

Umfang 2 Wochen

  • Das Praktikum erfolgt in einer vollstationären oder teilstationären Pflegeeinrichtung unter Anleitung und Begleitung einer in der Pflege und Betreuung erfahrenen Pflegefachkraft, um praktische Erfahrungen in der Betreuung von Menschen, insbesondere von Menschen mit kognitiven oder psychischen Einschränkungen, zu sammeln. Ist in einer stationären Pflegeeinrichtung eine Pflegefachkraft mit einer gerontopsychiatrischen (Gerontopsychiatrische Menschen sind alte Menschen mit psychischen Erkrankungen) Zusatzausbildung beschäftigt, soll dieser nach Möglichkeit die Anleitung und die Begleitung während des Praktikums übertragen werden.
  • Das Praktikum muss nicht in einem Block absolviert werden, sondern kann zur besseren Vereinbarkeit mit beruflichen und familiären Pflichten auch aufgeteilt werden!

Modul 3: Aufbaukurs Betreuungsassistenz in stationären Pflegeeinrichtungen

Umfang 2 Wochen

  • Vertiefen der Kenntnisse, Methoden und Techniken über das Verhalten, die Kommunikation und die Umgangsformen mit betreuungsbedürftigen Menschen
  • Rechtskunde (Kenntnis diverse Richtlinien, Grundkenntnisse des Haftungsrechts, Betreuungsrechts, der Schweigepflicht und des Datenschutzes und zur Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen)
  • Hauswirtschaft und Ernährungslehre mit besonderer Beachtung von Diäten und Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Beschäftigungsmöglichkeiten und Freizeitgestaltung für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen und/oder mit Demenzerkrankungen
  • Bewegung für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen und/oder mit Demenz, psychischen Erkrankungen oder geistigen Behinderungen
  • Kommunikation und Zusammenarbeit mit den an der Pflege Beteiligten, z.B. Pflegekräften, Angehörigen und ehrenamtlich Engagierten

Finanzierung über Bildungsgutschein § 81 SGB III

Behandlungspflege LG1+2 inkl. Erwerb des Führerscheins der Klasse B für die mobile Pflege

Pflegedienste sind neben der Familie der größte und wichtigste Versorger für Pflegebedürftige Menschen in Deutschland, es fehlen aktuell allein in NRW etwa 10.000 Pflegekräfte.  Die anfallenden Aufgaben müssen auf viele Schultern verteilt werden um dem Pflegenotstand entgegen zu wirken.

Dabei spielen Pflegehelfer LG1+2, LG steht für Leistungsgruppe, eine wichtige Rolle. Pflegehelfer sollen bei den Pflegebedürftigen im häuslichen Umfeld alle Leistungen erbringen, die erforderlich sind und finanziert werden. Dazu gehören u.a. Entlastungsleistungen (§45b SGB XI), Körperpflege (SGB XI), Behandlungspflege (SGB V, LG1+2) und Service Leistungen – kurz alle Leistungen, die es dem Kunden ermöglichen so lange wie möglich zu Hause zu leben. Behandlungspflegen sind u.a.:

  • Blutdruckmessung
  • Ernährung im Alter, Blutzuckermessung
  • Medikamentengabe
  • Subkutane Injektion,
  • Umgang mit Kompressionsstrümpfen
  • Versorgung von Dekubiti bis Grad II
  • Versorgung eines SPK und Umgang mit einer PEG
  • Flüssigkeitsbilanzierung, Augentropfen und Salben
  • Klistiere, Klysma
  • Inhalation
  • Medizinische Einreibung, dermatologische Bäder, Kältetherapie
  • Hygiene
  • Notfall, Erste-Hilfe-Kurs
  • Haftungsrecht

Umfang 6 Monate

Finanzierung über Bildungsgutschein § 81 SGB III